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Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) Umzugs-, Montage- und Lagerungsleistungen
Stand: 2026 | Version 3.0

1. Anbieter / Vertragspartner (AN)

First Mover Group Deutschland GmbH

Dujardinstraße 5, 47829 Krefeld

Impressum

 

2. Geltungsbereich / Definitionen

2.1. Diese AGB gelten für alle Verträge zwischen der First Mover Group Deutschland GmbH (nachfolgend „AN“) und dem Kunden (nachfolgend „AG“) über:

a) Umzugs- und Transportleistungen.

b) Montageleistungen.

c) klassische Lagerung/Einlagerung von Umzugsgut.

2.2 Verbraucher (§ 13 BGB) und Unternehmer (§ 14 BGB) werden einheitlich als „AG“ bezeichnet, soweit keine zwingenden Sonderregeln gelten.

 

3. Vertragsgrundlagen / Rangfolge

3.1. Leistungsumfang, Termine, Preise und Abrechnungsmodus ergeben sich aus Angebot und Auftrag/Bestellung. Bei Widersprüchen gilt folgende Rangfolge: (1) Auftrag/Leistungsbeschreibung, (2) Angebot, (3) diese AGB.

3.2. Weisungen/Mitteilungen des AG zur Leistungsausführung sind in Textform (z. B. E-Mail) an den AN zu richten.

 

4. Leistungserbringung / Beiladung / Nachunternehmer

4.1 Der AN erbringt die vereinbarten Leistungen mit größter Sorgfalt und unter Wahrung der Interessen des AG.

4.2 Der AN darf – sofern nicht ausdrücklich ausgeschlossen – Umzüge als Beiladung/Teilladung durchführen.

4.3 Der AN ist berechtigt, Nachunternehmer einzusetzen; der AN bleibt Vertragspartner.

 

5. Mitwirkungspflichten des AG

5.1 Der AG ist verpflichtet, vollständige und zutreffende Angaben zum Umzugsgut sowie zu den örtlichen Gegebenheiten zu

Machen. Die Bestimmung des Umzugsgutes obliegt dem AG.

5.2 Der AG stellt rechtzeitig sicher:

a) freien Zugang zu Be- und Entladestellen (inkl. reservierter Aufzüge, Schlüssel/Badges),

b) erforderliche behördliche Genehmigungen (z. B. Halteverbotszonen), soweit nicht ausdrücklich vom AN übernommen,

c) erforderliche Pläne/Anweisungen (z. B. Stell-/Möblierungs-/IT-Plan, Nummernlogik) und eine erreichbare Ansprechperson, soweit nicht ausdrücklich vom AN übernommen.

5.3 Gefahrgut/gefährliche Güter (z. B. Akkus/Batterien, Brenn-/Heizmittel, Chemikalien, Gase, Lösungsmittel, Munition etc.)

sind vorab in Textform anzuzeigen. Der AN kann Beförderung/Lagerung ablehnen oder besondere Maßnahmen/Mehrkosten berechnen.

5.4 Schwer-/Sperrgut, empfindliche Güter und Sonderanforderungen (Maße/Gewichte/Einbringwege) sind vorab anzugeben. Der AN kann Beförderung/Lagerung ablehnen oder besondere Maßnahmen/Mehrkosten berechnen.

 

6. Verpackung durch AG

Wünscht der AG keine Verpackung/Kennzeichnung durch den AN, ist der AG für geeignete Verpackung/Kennzeichnung verantwortlich.

Eine Prüfung vom AG verpackten Gutes erfolgt nur bei offensichtlicher Ungeeignetheit.

 

7. Montage-/Demontage, Küche, Akustik, IT – Leistungsgrenzen

7.1 Montage-/Demontage und IT-Leistungen werden nur im ausdrücklich beauftragten Umfang geschuldet.

7.2 Dübel-, Elektro-, Sanitär- und sonstige Installationsarbeiten sind ohne ausdrückliche Vereinbarung nicht geschuldet. Soweit der AN externe Handwerker lediglich vermittelt, haftet der AN nur für sorgfältige Auswahl.

7.3 Der AG ist – soweit nicht ausdrücklich anders vereinbart – für Datensicherung, erforderliche Zugänge/Passwörter, Lizenzen

und Freigaben verantwortlich. Ohne ausdrückliche Vereinbarung schuldet der AN keinen umfassenden IT-System-/Netzwerk-

Funktionsnachweis (z.B. Server, Dienste, Software).

 

8. Unvorhersehbare Aufwendungen / Leistungsänderungen

8.1 Entstehen im Rahmen der Leistungserbringung unvorhersehbare, erforderliche Aufwendungen (z.B. Wartezeiten wegen fehlendem Zugang / Ansprechpartner, zusätzliche Tragewege, behördliche Auflagen), sind diese vom AG zu erstatten, zzgl. angemessener Vergütung, sofern der AN diese den Umständen nach für erforderlich halten durfte.

8.2 Erweitert der AG nach Vertragsschluss den Leistungsumfang, sind Mehrkosten zzgl. angemessener Vergütung zu ersetzen.

 

9. Preise / Fälligkeit / Aufrechnung / Zahlungsverzug

9.1 Abrechnung erfolgt gemäß Angebot/Auftrag (Pauschale, Aufwand oder Mischkalkulation).

9.2 Fälligkeit: Sofern nicht anders vereinbart, ist das Entgelt bei Ablieferung bzw. Leistungsabschluss fällig; bei Auslandstransporten

ggf. vor Beginn der Verladung.

9.3 Aufrechnung: Gegen Ansprüche des AN ist Aufrechnung nur mit fälligen Gegenansprüchen zulässig, die rechtskräftig

festgestellt, unbestritten oder entscheidungsreif sind.

9.4 Zahlungsverzug: Bei Zahlungsverzug kann der AN Leistungen zurückhalten, Umzugsgut anhalten und/oder auf Kosten des AG einlagern; gesetzliche Pfand-/Zurückbehaltungsrechte bleiben unberührt.

 

10. Lagerung

10.1 Lagerkritische/gefährliche Güter sind vorab anzuzeigen; der AN kann Lagerung ablehnen.

10.2 Der AN erstellt grundsätzlich ein Lagerverzeichnis/Übernahmeprotokoll. Besichtigung ist nach Terminvereinbarung während

der Geschäftszeiten in Begleitung möglich.

10.3 Lagerentgelt ist – sofern nicht anders vereinbart – monatlich im Voraus fällig. Adressänderungen teilt der AG unverzüglich

in Textform mit.

10.4 Ist keine feste Laufzeit vereinbart, kann die Lagerung mit Frist von 1 Monat in Textform gekündigt werden; das Recht zur

fristlosen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.

10.5 Herausgabe erfolgt an den legitimierten AG/Bevollmächtigten gegen geeigneten Nachweis (z. B. Lagervertrag/Protokoll).

 

11. Haftung Umzug/Transport (gesetzliche Grundlinien)

11.1 Für Umzugsgut gelten die besonderen Haftungsregeln der §§ 451 ff. HGB.

11.2 Die Haftung wegen Verlust oder Beschädigung ist – soweit anwendbar – auf 620 EUR je Kubikmeter des zur Erfüllung des

Vertrages benötigten Laderaums begrenzt (§ 451e HGB).

 

12. Schadensanzeige (Rügefristen) – Umzugsgut

Ansprüche wegen Verlust/Beschädigung erlöschen, wenn

a) äußerlich erkennbare Schäden nicht spätestens am Tag nach Ablieferung, oder

b) äußerlich nicht erkennbare Schäden nicht innerhalb von 14 Tagen nach Ablieferung

in Textform angezeigt werden (§ 451f HGB).

Der AG soll Schäden möglichst bei Ablieferung dokumentieren und auf dem Ablieferbeleg vermerken.

 

13. Kündigung/Stornierung

Der AG kann den Vertrag vor Durchführung kündigen. In diesem Fall kann der AN wahlweise

a) die vereinbarte Vergütung unter Anrechnung ersparter Aufwendungen verlangen oder

b) pauschal 1/3 der vereinbarten Vergütung verlangen,

sofern die Kündigung nicht aus Gründen erfolgt, die dem Risikobereich des AN zuzurechnen sind und im Angebot/Auftrag keine abweichende Regelung vereinbart ist.

 

14. Datenschutz / Streitbeilegung

14.1 Datenschutz: Es gilt die Datenschutzerklärung des AN unter: https://www.firstmovergroup.de/datenschutz

Sofern erforderlich, schließen die Parteien eine Auftragsverarbeitungsvereinbarung (AVV).

14.2 Verbraucherstreitbeilegung: Der AN ist nicht bereit oder verpflichtet, an Streitbeilegungsverfahren vor einer

Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.

 

15. Rechtswahl / Gerichtsstand / Salvatorische Klausel

15.1 Es gilt deutsches Recht.

15.2 Für Unternehmer ist – soweit zulässig – Gerichtsstand Krefeld. Für Verbraucher gelten die gesetzlichen Gerichtsstände.

15.3 Sollte eine Bestimmung unwirksam sein/werden, bleibt der Vertrag im Übrigen wirksam; es gilt die gesetzliche Regelung.

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